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Stadttore und Reste der Stadtmauer

Das ummauerte Neckarsteinach hatte bis um 1800 drei Stadttore: das Schönauer Tor in der Kirchenstraße, dessen Ostseite am Haus Nr. 19 noch erhalten ist. Das Neckargemünder Tor stand in der Hausptstraße in der Nähe des Hotel "Schiff". Das Hirschhorner Tor stand am Mauerrest mit Hochwassermarken in der Hirschgasse.

Mit dem Bau der Stadtmauer 1360-70 entstanden, waren es Tor und Turm, Wachstube, Wohnungen und Gefängnis. Der Wagen- Reit- und Fußgängerverkehr durch das Neckartal in Richtung Heidelberg und Eberbach sowie in das Steinachtal verlief bis in das 19. Jahrhundert durch die schmalen und engen Gassen der Stadt.

Für die Durchfahrt wurde ein Weg- oder Pflastergeld erhoben, das sich die Lehnsherren auf den Burgen und die Stadt teilten. es betrug für ein Pferd mit Karren oder ein Reitpferd 1 Kreuzer, für einen Wagen mit zwei oder drei Pferden oder Ochsen 2 Kreuzer und für ein Esel, Schaf, Kalb oder Schwein einen halben Kreuzer. Die Wildflößerei in der Steinach, schon 1474 bezeugt, war für den Durchgangsverkehr eine große Entlastung. Aus dem Steinachtal wurden jährlich oft mehr als 3000 Ster Brennholz zum Neckar geflößt, um 1840 eingestellt. Um 1800 hatten auch die Stadttore längst ihre Bedeutung verloren. Sie behinderten den Verkehr, zerfielen und wurden abgerissen, zuletzt 1829 das Neckargemünder Tor.

Informationen
Anschrift: 
69239 Neckarsteinach

Anreise

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